Förderverein der Offizierschule des Heeres

                                                                                                                                                                 November 2017

Wiedereinweihung des Stauffenberg – Gedenksteins in der Offizierschule des Heeres

In Zeiten eines verunsicherten Traditionsverständnisses der Bundeswehr setzte die Offizierschule des Heeres in Dresden, am 15. November 2017, ein Zeichen zur lebendigen Traditionspflege. Beim feierlichen Appell, anlässlich des 110. Geburtstags von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, wurde der Stauffenberg – Gedenkstein, hinter dem sich eine ganz eigene Historie verbirgt, erneut eingeweiht. Die Gastrede zur Einweihung hielt der ehemalige Generalinspekteur, Herr General Schneiderhan.

 

Mit der Umstrukturierung der Bundeswehr ging die Auflösung des Standortes Sigmaringen einher. Damit das Vermächtnis und die Tradition Stauffenbergs aufrechterhalten wird, übernahm die Kaserne in Dresden den Namen Graf-Stauffenberg-Kaserne. Zum 15. Jahrestag der Verlegung der Offizierschule des Heeres von Hannover nach Dresden im September 2013, wurde die bisherige Albertstadt-Kaserne in Graf-Stauffenberg-Kaserne umbenannt. Gleichzeitig übernahm die Offizierschule die Tradition und Erinnerungsstücke des Standortes Sigmaringen. 

 


Neuer Standort des Stauffenberg-Gedenksteins in der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Dresden (Foto: Bundeswehr/Schöne)

Mit der Zustimmung der Familie Stauffenberg konnte das in Sigmaringen befindliche Denkmal nach Dresden überführt werden. Brigadegeneral Gante begrüßte vor den angetretenen Offiziersanwärtern und Offizieren den ehemaligen Generalinspekteur, General Schneiderhan, sowie insbesondere die Mitglieder des Fördervereins der Offizierschule des Heeres in Dresden.

 


General a.D. Wolfgang Schneiderhan und Brigadegeneral Harald gante bei der Einweihung des Stauffenberg-Gedenksteins
(Foto: Bundeswehr/Schöne)

 

 „An diesen Gedenkstein knüpft sich also nicht nur die Erinnerung an Stauffenberg, sondern an mehrere Generationen Bundeswehr: an die Aufbaugeneration der Bundeswehr, an einen wehrpflichtigen Künstler, der ein Stück Erinnerungskultur aus Stein gemeißelt hat, an zwölf kampfkräftige Divisionen der Bundeswehr, an die vielen Soldaten, die in der Zeit des Ost-West-Konflikts Jahr für Jahr vor diesem Stein angetreten sind“, so Brigadegeneral Harald Gante.


Brigadegeneral Harald Gante bei der Eröffnungsrede zur Wiedereinweihung des Stauffenberg-Gedenksteins
(Foto: Bundeswehr/Schöne)

 

1960 übernahm Johann Adolf Graf von Kielmansegg in Sigmaringen das Kommando über die 10. Panzergrenadierdivision und setzte sich als neuer Kommandeur zum Ziel, die Historie aufzuarbeiten und an die Leistungen von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg aktiv zu erinnern. Aus diesem Grund ließ Kielmansegg ganz bewusst die Kaserne am 20. Juli 1961 in die „Graf – Stauffenberg – Kaserne“ umbenennen. Nur drei Jahre später, am 20. Juli 1964, wurde in der Kaserne der Stauffenberg – Gedenkstein eingeweiht, der zu einem Bestandteil der Geschichte der Bundeswehr werden sollte. Mit diesem Schritt wurde ersichtlich, dass Stauffenberg schon für die Gründergeneration der Bundeswehr eine große Rolle gespielt hat. Mit ihm verband sich der Anspruch, das eigene Gewissen, Recht und Gerechtigkeit sowie die Verantwortung für sein Vaterland höher zu stellen als den Kadavergehorsam gegenüber einem verbrecherischen Regime, das Deutschland in den Abgrund führte. Für die Anfertigung des Denkmals spendeten Bundeswehrsoldaten gemeinsam mit der überlebenden Familie von Stauffenberg Geld. Mit der Umsetzung beauftragten die Verantwortlichen den jungen Steinmetz Klaus Hubbuch, welcher 1964 seinen Dienst als Wehrpflichtiger in der Fernmeldeausbildungskompanie 2/10 in Sigmaringen leistete.

Der Gedenkstein stand in Sigmaringen bis zum 9. Mai 2016. Fast 50 Jahre lang haben jährlich zahlreiche Soldaten der Bundeswehr anlässlich des 20. Juli einen Gedenkappell für den militärischen Widerstand vor dem Denkmal durchgeführt. Infolge der Auflösung des Standortes Sigmaringen ist der Kasernenname am 14. September 2013 auf die ehemalige Alberstadt-Kaserne in Dresden übergegangen. Nachdem die Bundeswehr keine Verwendung mehr für die Liegenschaft in Sigmaringen hatte, wurde auch der Gedenkstein an die Offizierschule des Heeres in Dresden überführt. Der Offizierschule des Heeres ist es wichtig, dass sowohl die Historie als auch die zweite Traditionssäule, die mit dem Gedenkstein einhergeht, aufrecht erhalten bleiben. Dieser Gedenkstein, welcher nun zum zweiten Mal eingeweiht worden ist, erinnert nicht nur an Stauffenberg, sondern pflegt auch die Verbindung mehrerer Generationen der Bundeswehr zum Standort Dresden.

     Autor: Hauptmann Cindy Geißler und Hauptmann Marcus Kornek   

                                                                                                                                                          Juni 2017

Selbst Paddeln will gelernt sein…

 Die Offizierschule des Heeres organisierte mit Hilfe des Vereins „Freunde und Förderer der OSH“ für ausländische Offizieranwärter/-innen einen spannenden Tag im Spreewald. Ziel der Weiterbildung war es, den Kadetten aus dreizehn verschiedenen Nationen den Themenbereich „Orientierung, Verhalten und Kommunikation bei Bewegung auf dem Wasser“ näher zu bringen. Seit Jahresbeginn werden die Kadetten in Dresden an der OSH in den klassischen Lehrgängen OL 1 und OL 2 ausgebildet, so dass ein Tag in der Umgebung ganz gelegen kam.

Der Kurort Burg, welcher zu den bekanntesten Orten im Spreewald gehört, diente als Ausgangspunkt für die Paddeltour. Die Besonderheit an diesem Ort liegt in dessen Einzigartigkeit als größte Streusiedlung Deutschlands. Am Ufer der Hauptspree hielt der thailändische Kadett Rattanatikatun einen zehnminütigen Vortrag über den Naturschutz im Biosphärenreservat Spreewald, um seine Kameraden einzustimmen. Im Anschluss daran wurden die Teams zusammengewürfelt, immer drei Mann in einem Canadier, so dass es 12 Mannschaften ergab. Nach bereits 100m musste die erste Crew feststellen, dass selbst das Paddeln auf der Spree gelernt sein will. Trotz der Bemühungen, dass Gleichgewicht zu halten, kenterte das Boot. Die ausländischen Kadetten trugen es mit Humor und sahen es sportlich, so dass die Reise sofort fortgesetzt werden konnte. Um zunächst ein Gefühl für die Bewegung auf dem Gewässer zu erlangen, bewegten sich die Soldaten behutsam vorwärts. Hierbei konnten sie die Flora und Fauna des schönen Spreewalds bewundern. Die eingeteilten Bootsführer kamen schnell zu der Erkenntnis, dass sie das Orientieren, Paddeln und Führen auf dem Wasser unterschätzt haben, da man alles irgendwie gleichzeitig erledigen muss.

 

 

 Die Kadetten studieren mit der Karte das Gebiet                                                                            Bild: OLt Strempel

 Ein Highlight während des Ausfluges stellte das Schleusen dar, wo nach den ersten vier Stunden Fahrt auch Pause eingelegt wurde. Hier kamen die Teilnehmer mit anderen Touristen in der Region ins Gespräch, so dass sie ihre interkulturelle Kompetenz schulen konnten. Bevor es zum Wettkampf ging, lauschten die Kadetten dem malinesischen Soldaten Kone, der ein Referat sowohl über die Bedeutung des Spreewalds für das Land Brandenburg als auch über die Geschichte des Ortes Burg, vorbereitet hatte. Nun begann die spannende Phase, jede Crew war mit ihrem neuen Fortbewegungsmittel betraut und wollte den bevorstehenden Wettkampf für sich entscheiden.

 

 Jedes Team wollte gewinnen                                                                                                    Bild: OLt Strempel

Der Wettkampf war wie folgt aufgebaut: Start vom Land aus, das Boot einsetzen und dann einen Sprint auf der 1500m langen Wettkampfstrecke hinlegen, danach musste das Boot wieder aus dem Wasser genommen und zum 20 Meter entfernten Ziel getragen werden. Jeweils zwei Teams starteten gleichzeitig, entscheidend war die Zeit am Ende. Jede Crew konnte für sich entscheiden, wo und wie sie den Canadier zu Wasser lassen. Leider erlitt dabei erneut ein Boot Schiffsbruch. Das schnellste Team gewann mit einer Zeit von 21min:36sec. Das zweite Team kam eine knappe Minute später ins Ziel. Im Rahmen einer kleinen Siegerehrung wurden den Teilnehmern eigens erstellte Urkunden unter dem Beifall aller Kadetten überreicht. Die ausländischen Kadetten waren sich einig, dass es ein gelungener und abwechslungsreicher Tag war, welcher viel zu schnell zu Ende ging.

 

 Gruppenbild am Ende des Tages                                                         Bild: OLt Strempel

Ein herzliches Dankeschön geht hierbei an den Verein der Freunde und Förderer der OSH, mit deren finanzieller Unterstützung dieser Tag erst ermöglicht worden ist.  

                                                                                                                                                       Cindy Geißler
                                                                                                                                                       Hauptmann

                                                                                                                                                                    29.Mai 2017  

Edelweiß nach kräftezehrendem Aufstieg

Die Offizierschule des Heeres organisierte mit Hilfe des Vereins „Freunde und Förderer der OSH“ für die ausländischen Offizieranwärter/-innen eine dreitägige Ausbildungsreise in das Berchtesgadener Land. Ziel war es, den Kadetten aus dreizehn verschiedenen Nationen zum einen einige militärgeschichtlichen Aspekte der Bundesrepublik Deutschland näher zu bringen und zum anderen den Zusammenhalt bei sportlichen Aktivitäten zu steigern.  

  

  Die ausländischen Kadetten beim Erklimmen des Schrecksattel (1620 m)   Bild: OLt Strempel

 Trotz schlechter Witterungsbedingungen entschieden sich die 30 Teilnehmer dazu, die Reiter Alpe, auch Reiter Alm genannt, mit der Kletterausrüstung zu erklimmen. Bei dem etwa 10 km² großen Gebiet handelt es sich um die westliche Begrenzung des Berchtesgadener Talkessels, welcher sich beiderseits der deutsch-österreichischen Grenze erstreckt. Ziel der Soldaten war es, den 1620m hohen Schrecksattel zu bezwingen. Beim Aufstieg unternahmen sie einen kleinen Abstecher in die Schrecksattel – Höhle. Die Kadetten begaben sich mit Stirnlampen und Seilen auf Entdeckungstour durch die Eishöhle. Hierbei war Konzentration gefragt.
Immer wieder mussten sie auf glitschigen Felsen balancieren, sich gegen Wände drücken oder mit Hilfe von Spreizschritten Hindernisse überwinden.

   

  Auf Entdeckungstour durch die Eishöhle             Bild: OLt Strempel

Nach einer kleinen Stärkung seilten sich die wagemutigen Soldaten beim Schrecksattel in 60 m Tiefe ab. Klettern, Abseilen, Sichern, Knoten – das alles wurde den Offizieranwärtern abverlangt. Dieser Ausbildungstag erinnert stark an die Unterrichtung der Gebirgsjäger zum Gebirgsleistungsabzeichen. Die Mühen unserer ausländischen Kadetten sollten nicht unbelohnt bleiben. Als Auszeichnung erhielten sie am Ende des Fußes des Schrecksattels das Edelweiß. Die Freude war ihnen hierbei ins Gesicht geschrieben.

Der nächste Tag wurde ruhiger verbracht. Nach Abgabe der Kletterausrüstung ging es mit dem Bus in das Dokumentationszentrum Obersalzberg. Bei diesem Zentrum handelt es sich um einen betreuten Lern- und Erinnerungsort des Instituts für Zeitgeschichte. Mit Hilfe von Vorträgen und Ausstellungen bietet die Einrichtung am historischen Ort die Möglichkeit, sich kritisch mit der Geschichte des Obersalzbergs auseinanderzusetzen, um somit die NS-Vergangenheit historisch aufzuarbeiten. Im Anschluss daran ging es ins Kehlsteinhaus, welches seit 1952 als Berggasthaus durch private Pächter geführt wird. Gekrönt wurde diese Tour durch einen zehnminütigen Vortrag der armenischen Kadettin Luiza Kheghatyan, welche sich umfangreiches Wissen über das Gebäude angeeignet hatte. Als Erinnerung an die dreitägige Weiterbildung entstand am Gipfelkreuz ein Gruppenfoto.

Gruppenbild am Gipfelkreuz                                                                                                        Bild: OLt Strempel

 

Die ausländischen Kadetten waren sich auf der Rückfahrt einig, dass dies seit ihrem Aufenthalt in Dresden, die beste Tour war - sehr abwechslungsreich und zugleich informativ. Ein herzliches Dankeschön geht hierbei an den Verein der Freunde und Förderer der OSH, mit deren finanzieller Unterstützung diese Ausbildungsreise erst ermöglicht worden ist.   

  

                                                                                                                Cindy Geißler
                                                                                                               Hauptmann

30.11.2016  

Tradition hautnah: Neue Türschilder mit historischen Persönlichkeiten für Stuben an der Offizierschule des Heeres in Dresden

 In feierlichem Rahmen übergab der Erste Bürgermeister der Stadt Dresden, Detlef Sittel, an die Offizierschule des Heeres (OSH) Türschilder mit biografischen Informationen zu bekannten Persönlichkeiten. Dabei handelte es sich um Informationstafeln zu Person, die an dem Ort der heutigen OSH ausgebildet wurden. Durch die finanzielle Unterstützung des Vereins Freunde und Förderer der Offizierschule des Heeres e.V. kann die Geschichte dieses Ortes für Lehrgangsteilnehmer greifbar gemacht werden. Des Weiteren wurde die Wanderausstellung zum Thema „Widerstand im Nationalsozialismus“ im Foyer der OSH eröffnet.

Erster Bürgermeister der Stadt Dresden, Detlef Sittel, und Herr Brigadegeneral Gante, Schulkommandeur OSH, bei der feierlichen Übergabe     Foto: Frau Schöne

 

Die OSH in Dresden befindet sich an historischer Stätte. Seit 1873 fand im heutigen Unterkunftsbereich der OSH die Ausbildung des königlich sächsischen Kadettenkorps statt. Eingebettet in die Militärgarnison Albertstadt war und ist die Ausbildung junger Soldaten bis heute der Mittelpunkt dieses Ortes. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges wurden hier tausende junge Soldaten auf den Dienst im Militär vorbereitet. Von 1926 bis 1945 durchliefen zahlreiche Offiziere und Offizieranwärter in Dresden die Ausbildung. 1998 wurde die OSH in die heutige Graf-Stauffenberg-Kaserne verlegt.

Türschilder mit biografischen Informationen zu bekannten Persönlichkeiten                                       Foto: Frau Schöne, OSH

 

Die Geschichte der Kaserne macht deutlich, welche Tradition hier in den alten Wänden existiert. Zahlreiche große Persönlichkeiten des Militärs wurden an diesem Ort ausgebildet, unter anderem der Namensgeber der Kaserne und Widerstandskämpfer um den 20. Juli 1944 Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Der Generalfeldmarschall Erwin Rommel und der ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Ulrich de Maizière haben ebenfalls hier gedient. Die Biografien dieser Soldaten sollen die jungen Offizieranwärter dazu anregen, sich mit den ethischen und moralischen Anforderungen ihres Führungsberufes auseinanderzusetzen. Deshalb werden an den ehemaligen Stuben dieser Persönlichkeiten Schilder angebracht, die deren militärischen Werdegang enthalten. „Es ist eine besondere Möglichkeit, den Lehrgangsteilnehmer Geschichte nahe zu bringen und sie erlebbarer zu machen.“ sagte der Kommandeur der Schule, Brigadegeneral Harald Gante, in seiner Rede.

                                                                                                                                                  Julia Grömmer
                                                                                                                                           Hauptmann

                                                                                                                                                

 

Wir – wollen“ die Sandhurst Competition 2016

 Mit dem Schlachtruf „Wir - wollen“  - und wir können, hat sich die VI. Inspektion der Offizierschule des Heeres in Dresden erneut der Herausforderung „Sandhurst Competition“ gestellt. Bei der seit 1967 existierenden Competition handelt es sich um einen militärischen Wettkampf, welcher jährlich von der United States Military Academy (USMA) in West Point, 80km nördlich von New York gelegen, ausgetragen wird. Seit 1993 stehen internationale Teams in Konkurrenz, um das Schwert der britischen Militärakademie Sandhurst, welches bei einem Austausch 1967 an die amerikanische Partnerschule überreicht wurde, zu erlangen.

Der zweitägige Wettbewerb bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihren eigenen Charakter zu stärken, ihre persönlichen Grenzen kennenzulernen und diese mit Hilfe des Teams zu überwinden. Durch die Multinationalität des Wettkampfes wird den Soldatinnen und Soldaten die Chance eingeräumt, zu erfahren, wie andere Nationen ihre Streitkräfte ausbilden und auf das Event vorbereiten. Durch die Unterbringung an der amerikanischen Militärakademie in West Point und der Nutzung amerikanischer Waffen, konnten die Lehrgangsteilnehmer ihr Wissen im Bereich Internationale Kompetenz erweitern und Freundschaften knüpfen.  

 

                                                                                   Die Teams beim Eilmarsch           Foto: Leutnant Strempel

 Bereits seit 2013 wird Deutschland durch ein Team der VI. Inspektion der Offizierschule des Heeres in Dresden vertreten. Auch in diesem Jahr konnten sich die jungen Lehrgangsteilnehmer für den im April stattfindenden Wettkampf qualifizieren. In der dreimonatigen umfangreichen Vorbereitung durch zusätzlichen Sport in der Dresdner Heide, Sächsischen Schweiz sowie der gezielten Ausbildung in militärischen Fertigkeiten und Fähigkeiten, wuchs das elfköpfige Team eng zusammen.

Neben 36 Mannschaften der amerikanischen Militärakademie sowie Teams der Schulen Royal Military College Canada, Japanese National Defense Academy, Escuela Militar Chile, Korean Military Academy, Heroic Military Academy Mexico startete die Offizierschule am 08. April 2016 um 10 Uhr in die Sandhurst Competition. Die ersten Kraft– und Fitnessstationen konnten ohne Schwierigkeiten überwunden werden, so dass man schnell in den Wettkampf fand. Der 50 km lange Parcours auf dem Übungsplatz der Akademie war geprägt von Hindernisbahnen, Überwinden von Gewässern, Geländeorientierungen und Schießübungen. Dabei hatte es oberste Priorität, als Team zu agieren, sich gegenseitig zu helfen und anzutreiben. In der anbrechenden Nacht kamen die Teilnehmer nicht zur Ruhe, sondern stellten ihre Fähigkeiten in den Bereichen Annäherung, Aufklärung und Meldung unter Beweis. Der zweite und zugleich letzte Wettkampftag war durch Stationen wie Verwundetentransport, ABC – Alarm sowie das Transportieren von schweren Gegenständen gekennzeichnet. Hierbei mussten die Soldatinnen und Soldaten ihre letzten Kräfte mobilisieren, um neben den 30kg Gepäck die geforderten Materialien zu schleppen.

 

                                   Teilnehmer VI. Inspektion während der Übung                   Foto: Leutnant Strempel

Unter tosendem Applaus der Zuschauer erreichte das Team der VI. Inspektion den 15. Platz von insgesamt 60 angetretenen Mannschaften. Mit diesem Ergebnis kann man mehr als zufrieden sein, da die Vorjahresleistung um weitere sieben Plätze verbessert wurde. Gleichzeitig verdeutlicht dies, dass sich die ausführliche und intensive Vorbereitung an der Offizierschule des Heeres für die Lehrgangsteilnehmer und Ausbilder gelohnt hat. Auch im kommenden Jahr wird eine deutsche Delegation versuchen, an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen.

  

                                                                                                                      Cindy Geißler
                                                                                                                      Oberleutnant

 

 

 

Abschlussappell OL 2 und OLMilFD am 16.12.2015 auf dem Theaterplatz

 

 

 

Der Verein der Freunde und Förderer der OSH unterstützte die Internationale Woche (20. - 24. April 2015) mit 500,00€