Förderverein der Offizierschule des Heeres

 

30.11.2016  

Tradition hautnah: Neue Türschilder mit historischen Persönlichkeiten für Stuben an der Offizierschule des Heeres in Dresden

 In feierlichem Rahmen übergab der Erste Bürgermeister der Stadt Dresden, Detlef Sittel, an die Offizierschule des Heeres (OSH) Türschilder mit biografischen Informationen zu bekannten Persönlichkeiten. Dabei handelte es sich um Informationstafeln zu Person, die an dem Ort der heutigen OSH ausgebildet wurden. Durch die finanzielle Unterstützung des Vereins Freunde und Förderer der Offizierschule des Heeres e.V. kann die Geschichte dieses Ortes für Lehrgangsteilnehmer greifbar gemacht werden. Des Weiteren wurde die Wanderausstellung zum Thema „Widerstand im Nationalsozialismus“ im Foyer der OSH eröffnet.

Erster Bürgermeister der Stadt Dresden, Detlef Sittel, und Herr Brigadegeneral Gante, Schulkommandeur OSH, bei der feierlichen Übergabe     Foto: Frau Schöne

 

Die OSH in Dresden befindet sich an historischer Stätte. Seit 1873 fand im heutigen Unterkunftsbereich der OSH die Ausbildung des königlich sächsischen Kadettenkorps statt. Eingebettet in die Militärgarnison Albertstadt war und ist die Ausbildung junger Soldaten bis heute der Mittelpunkt dieses Ortes. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges wurden hier tausende junge Soldaten auf den Dienst im Militär vorbereitet. Von 1926 bis 1945 durchliefen zahlreiche Offiziere und Offizieranwärter in Dresden die Ausbildung. 1998 wurde die OSH in die heutige Graf-Stauffenberg-Kaserne verlegt.

Türschilder mit biografischen Informationen zu bekannten Persönlichkeiten                                       Foto: Frau Schöne, OSH

 

Die Geschichte der Kaserne macht deutlich, welche Tradition hier in den alten Wänden existiert. Zahlreiche große Persönlichkeiten des Militärs wurden an diesem Ort ausgebildet, unter anderem der Namensgeber der Kaserne und Widerstandskämpfer um den 20. Juli 1944 Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Der Generalfeldmarschall Erwin Rommel und der ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Ulrich de Maizière haben ebenfalls hier gedient. Die Biografien dieser Soldaten sollen die jungen Offizieranwärter dazu anregen, sich mit den ethischen und moralischen Anforderungen ihres Führungsberufes auseinanderzusetzen. Deshalb werden an den ehemaligen Stuben dieser Persönlichkeiten Schilder angebracht, die deren militärischen Werdegang enthalten. „Es ist eine besondere Möglichkeit, den Lehrgangsteilnehmer Geschichte nahe zu bringen und sie erlebbarer zu machen.“ sagte der Kommandeur der Schule, Brigadegeneral Harald Gante, in seiner Rede.

                                                                                                                                                  Julia Grömmer
                                                                                                                                           Hauptmann

                                                                                                                                                

 

Wir – wollen“ die Sandhurst Competition 2016

 Mit dem Schlachtruf „Wir - wollen“  - und wir können, hat sich die VI. Inspektion der Offizierschule des Heeres in Dresden erneut der Herausforderung „Sandhurst Competition“ gestellt. Bei der seit 1967 existierenden Competition handelt es sich um einen militärischen Wettkampf, welcher jährlich von der United States Military Academy (USMA) in West Point, 80km nördlich von New York gelegen, ausgetragen wird. Seit 1993 stehen internationale Teams in Konkurrenz, um das Schwert der britischen Militärakademie Sandhurst, welches bei einem Austausch 1967 an die amerikanische Partnerschule überreicht wurde, zu erlangen.

Der zweitägige Wettbewerb bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihren eigenen Charakter zu stärken, ihre persönlichen Grenzen kennenzulernen und diese mit Hilfe des Teams zu überwinden. Durch die Multinationalität des Wettkampfes wird den Soldatinnen und Soldaten die Chance eingeräumt, zu erfahren, wie andere Nationen ihre Streitkräfte ausbilden und auf das Event vorbereiten. Durch die Unterbringung an der amerikanischen Militärakademie in West Point und der Nutzung amerikanischer Waffen, konnten die Lehrgangsteilnehmer ihr Wissen im Bereich Internationale Kompetenz erweitern und Freundschaften knüpfen.  

 

                                                                                   Die Teams beim Eilmarsch           Foto: Leutnant Strempel

 Bereits seit 2013 wird Deutschland durch ein Team der VI. Inspektion der Offizierschule des Heeres in Dresden vertreten. Auch in diesem Jahr konnten sich die jungen Lehrgangsteilnehmer für den im April stattfindenden Wettkampf qualifizieren. In der dreimonatigen umfangreichen Vorbereitung durch zusätzlichen Sport in der Dresdner Heide, Sächsischen Schweiz sowie der gezielten Ausbildung in militärischen Fertigkeiten und Fähigkeiten, wuchs das elfköpfige Team eng zusammen.

Neben 36 Mannschaften der amerikanischen Militärakademie sowie Teams der Schulen Royal Military College Canada, Japanese National Defense Academy, Escuela Militar Chile, Korean Military Academy, Heroic Military Academy Mexico startete die Offizierschule am 08. April 2016 um 10 Uhr in die Sandhurst Competition. Die ersten Kraft– und Fitnessstationen konnten ohne Schwierigkeiten überwunden werden, so dass man schnell in den Wettkampf fand. Der 50 km lange Parcours auf dem Übungsplatz der Akademie war geprägt von Hindernisbahnen, Überwinden von Gewässern, Geländeorientierungen und Schießübungen. Dabei hatte es oberste Priorität, als Team zu agieren, sich gegenseitig zu helfen und anzutreiben. In der anbrechenden Nacht kamen die Teilnehmer nicht zur Ruhe, sondern stellten ihre Fähigkeiten in den Bereichen Annäherung, Aufklärung und Meldung unter Beweis. Der zweite und zugleich letzte Wettkampftag war durch Stationen wie Verwundetentransport, ABC – Alarm sowie das Transportieren von schweren Gegenständen gekennzeichnet. Hierbei mussten die Soldatinnen und Soldaten ihre letzten Kräfte mobilisieren, um neben den 30kg Gepäck die geforderten Materialien zu schleppen.

 

                                   Teilnehmer VI. Inspektion während der Übung                   Foto: Leutnant Strempel

Unter tosendem Applaus der Zuschauer erreichte das Team der VI. Inspektion den 15. Platz von insgesamt 60 angetretenen Mannschaften. Mit diesem Ergebnis kann man mehr als zufrieden sein, da die Vorjahresleistung um weitere sieben Plätze verbessert wurde. Gleichzeitig verdeutlicht dies, dass sich die ausführliche und intensive Vorbereitung an der Offizierschule des Heeres für die Lehrgangsteilnehmer und Ausbilder gelohnt hat. Auch im kommenden Jahr wird eine deutsche Delegation versuchen, an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen.

  

                                                                                                                      Cindy Geißler
                                                                                                                      Oberleutnant

 

 

 

Abschlussappell OL 2 und OLMilFD am 16.12.2015 auf dem Theaterplatz

 

 

 

Der Verein der Freunde und Förderer der OSH unterstützte die Internationale Woche (20. - 24. April 2015) mit 500,00€

 

 

Regina Halmich an der OSH
Artikel von Eric Hofmann in: MOPO 24 vom 21.04.2015